Tag Archive for: vereinsreise

Männerriege Stüsslingen in der Bielersee-Region unterwegs

25 Aug
25. August 2009

Am Samstag, 22. August 2009, konnte Martin Eng der Präsident der MR Stüsslingen – erstmalig auch als Tourenleiter aktiv – 16 Männerriegler zur diesjährigen MR-Reise begrüssen.

Mit dieser Reise wurde der nächste Abschnitt der Jurawanderung unter die Füsse genommen.
Mit dem öV gelangten wir via Olten, Biel nach Magglingen. Nach knapp einer Stunde bergauf war es Zeit, bei einem Kaffee und frischen Nuss-/Mandel-Gipfeli die verbrauchten Kalorien wieder aufzuladen. So gestärkt, konnten wir die nächste Etappe – teils bei angenehmen Sommertemperaturen oder in der Kühle des Waldes – in Angriff nehmen. Die Planung sah vor, daß wir diesmal keine Leistungswanderung absolvieren wollten sondern daß die Pflege der Kameradschaft im Vordergrund stehen sollte. So sah der Marschplan denn auch jede Stunde eine Rast vor. Bei den sommerlichen Temperaturen war dies auch angebracht.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen in einem guten Restaurant über dem Bielersee ging es durch die Rebberge hinab nach La Neuveville. Als Laien konnten wir feststellen, daß die Trauben an den Rebstöcken wohl einen guten 2009-er Wein versprechen.

Eine kurze Schifffahrt brachte uns nach Erlach wo wir unser Nachtlager gebucht hatten. Nach dem Zimmerbezug, einer erfrischenden Dusche und Tenue-Wechsel führte uns Martin in die Rebberge, wo er bei einem Winzer ein originelles Nachtessen organisiert hatte. Dank des warmen Sommerabends genossen wir das Salatbuffet, die verschiedenen Grilladen, die Bratkartoffeln, das Dessert und vor allen Dingen den Wein und den Grappa im Freien. So war es denn auch bereits Mitternacht, als wir uns unter einem sternenklaren Himmel auf den Heimweg machten. Ein abschliessender Schlummerbecher und dann war „Ruhe im Stall“.

Das Frühstück am Sonntagmorgen genossen denn auch alle Teilnehmer mehr oder weniger ausgeruht. Der Tagesplan sah vor, daß wir mit dem öV via Ins nach Sugiez gelangen um uns dann noch einmal in die Höhe, auf den Mont Vully, zu begeben. Als erstes galt es, 130 steile Stufen einen Rebberg hinauf zu bewältigen. Die unmoderate Länge der Stufen liess die Wadenmuskeln denn auch ganz schön leiden. Die gute Fernsicht auf dem Mont Vully war dann aber ein echter Ausgleich. Von nun an ging’s denn auch nur noch bergab, was aber auch nicht immer ganz einfach war – was die Muskulatur betraf -.

Die Flexibilität des Reiseleiters zeigte sich darin, daß wir eine abgekürzte Variante wählten und bereits in Môtier das Schiff nach Murten bestiegen. In Murten selbst hatten wir erneut die Gelegenheit, unser Vorhaben, die Kameradschaftspflege, in die Tat umzusetzen. Bei einigen Gläschen Wein oder Bier und dem obligatorischen Jass vergingen die Stunden bis zur Abfahrt denn auch sehr schnell.

Um 19:00 Uhr erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt Stüsslingen und liessen die beiden Reisetage bei einem Abschiedstrunk im Restaurant Jura ausklingen. Namens der Teilnehmer möchte ich mich nochmals beim Präsidenten und Tourenleiter für diese gelungene Reise bedanken.

Bilder sind in der Gallerie hinterlegt

Männerriege Stüsslingen, jetzt aber fix auf die Cabane des Dix

28 Aug
28. August 2008

Am Samstag, 22. August 2008 um 7 Uhr in der Früh, trafen sich 16 Stüsslinger Männerriegler zur diesjährigen Reise auf die Cabane des Dix im Wallis.

Thomas von Arx hatte diese Reise bereits vor 3 Jahren geplant, doch fiel sie damals dem schlechten Wetter zum Opfer. In gewohnt souveräner und umsichtiger Art hatte Thomas die beiden Tage wiederum gespickt mit Höhepunkten zuhauf. Auch diesmal schien es im Vorfeld so, als ob der Wettergott nicht unbedingt ein Freund der Stüsslinger Männerriegler sei. Doch um es gleich vorweg zu sagen, das Wetter an diesen beiden Tagen war traumhaft schön.

Nach einer kurzweiligen Fahrt via Olten, Bern, Visp erreichten wir gegen 9:30 Uhr Sion, um uns von dort mit dem Postauto auf 2365 m, zu unserem ersten Zielpunkt, dem Lac des Dix mit seiner imposanten Staumauer chauffieren zu lassen. Diese Gewichtsstaumauer ist die weltweit höchste ihrer Art. Der Lac des Dix kann aber auch noch mit weiteren imposanten Daten aufwarten, etwa mit dem Fassungsvermögen von 400 Millionen m3, einer Tiefe von bis zu 227 m oder einem Staumauergewicht von 15 Millionen Tonnen. Nachdem sich alle dem Wetter entsprechend umgezogen hatten, nahmen wir die erste Etappe in Angriff. Es war eine „leichte“ Wanderung über 5 km dem See entlang, gerade richtig zum Ein- / Warmlaufen.

Nach einem stärkenden Mittagessen aus dem Rucksack und kritischen Blicken in die nun vor uns liegende Bergwelt machten wir uns auf den Weg zur Cabane des Dix. Die SAC-Hütte liegt auf 2’928 MüM, das heisst, wir hatten eine Höhendifferenz von 600 m zu überwinden. Für die angenommene Aufstiegszeit von 2 ½ Stunden versprach das doch eine Menge Schweisstropfen. Schon bald hatten wir die ersten 100 Höhenmeter hinter uns und der Lac des Dix wurde immer kleiner. Waren die Gespräche der Männerriegler anfangs noch rege und laut, so wurde es mit der Zeit immer stiller und die pfeifenden Lungen konkurrierten mit den Warnpfiffen der zahlreichen Murmeltiere. Nach etlichen Zwischenhalten war es dann soweit, die Cabane des Dix lag vor uns. Nachdem das obligatorische Gruppenphoto auf dem Tete Noir auf beinahe 3’000 m geschossen war, eilte jeder die kurze Strecke zur Hütte hinab, nicht nur des wohlverdienten Bieres oder Weins wegen, sonder auch wegen der nun doch spürbar frischeren Temperatur.

Während die einen in der warmen Stube einen Jass klopften, genossen die anderen die letzten wärmenden Sonnenstrahlen, ein Glas Wein und den Blick in die umliegenden Berge auf der Terrasse.

Nach einem reichhaltigen Abendessen (Suppe, Salat, Schinken mit Reis und einer feinen Sauce, Dessert mit Williams) sowie einem vorab vom Hüttenwart offerierten Gläschen Weisswein, nahm der Abend – begleitet von ein paar wenigen! Getränken – um 22 Uhr ein abruptes Ende. Lichterlöschen war angesagt, die ersten Bergsteiger (nicht Männerriegler) wollten ja um 3 Uhr in der Früh bereits los. Es war dann auch rasch „Ruhe im Stall“, verständlich, nach dem anstrengenden Aufstieg.

Am anderen Morgen – nach einer Katzenwäsche – das W asser war aufgrund der tiefen Temperaturen gefroren -, und nach einem guten Frühstück hiess es wieder „Rucksack auf, Stöcke eingestellt“ und ab auf die Piste. Will heissen, der Weg über den Gletscher Glacier de Cheilon und über den Col de Riedmatten ( 2919 m ) als Höhepunkt des zweiten Tages begann. Wer meinte, Gletscherwandern sei weniger beschwerlich als ein Bergaufstieg, sah sich nach 2 Stunden eines Besseren belehrt. Teilweise nahm man die Männerriegler nur noch in gebückter Haltung wahr, so steil war der Aufstieg nach der Gletscher-Überquerung. Die ganz Mutigen nahmen den Weg in die Höhe über die 87 Stufen der in der Wand eingelassenen Eisenleiter des Pas de Chèvres ( 2855 m ), das Herzklopfen soll jeder von jedem gehört haben. Ein besonderes Herzklopfen bescherte eine Steinbockherde einem Männerriegler. Als die Herde oberhalb von ihm einen Hang traversierte löste sie eine kleinere Steinlawine aus. Der Zuruf eines Kameraden kam gerade rechtzeitig um Schlimmeres zu verhüten.

Der Abstieg nach Arolla sollte noch einmal zu einer Bewährungsprobe für die Muskulatur des Bewegungsapparates werden. Der Schreibende mag sich kaum an solch schweigsame Streckenabschnitte erinnern. Dank einer auf die aktuelle Situation der Männerriegler ausgerichteten Pausenplanung erreichten wir müde und stolz über das Geleistete unser Ziel Arolla gegen Mittag. Das Aufatmen aller war spürbar.

Nach einem stärkenden Umtrunk brachte uns der gecharterte Bus talwärts nach Sierre zum Lac de Géronde. Im Garten einer kleinen Italiener-Beiz genossen wir die verbleibenden Stunden bis zur Abfahrt bei einem leckeren Essen und einigen Flaschen Wein.

Die kurzweilige Heimfahrt gab Gelegenheit, die vergangenen zwei Tage noch einmal Revue passieren zu lassen. Alle Teilnehmer waren sich einig, daß diese Männerriegen-Reise die obere Grenze der physischen Leistung angestossen hat. Alles in allem waren die beiden Tage ein Erlebnis der besonderen Art.

Der Präsident Martin Eng dankte Thomas von Arx denn auch im Namen aller teilnehmenden Kameraden beim Abschiedstrunk im Restaurant JURA für die Organisation dieser aussergewöhnlichen Reise, die sicher auch wieder lange ein Gesprächsthema der Stüsslinger Männerriegler sein wird.

Männerriege Stüsslingen, jetzt aber fix auf die Cabane des Dix

28 Aug
28. August 2008

Am Samstag, 22. August 2008 um 7 Uhr in der Früh, trafen sich 16 Stüsslinger Männerriegler zur diesjährigen Reise auf die Cabane des Dix im Wallis.

Thomas von Arx hatte diese Reise bereits vor 3 Jahren geplant, doch fiel sie damals dem schlechten Wetter zum Opfer. In gewohnt souveräner und umsichtiger Art hatte Thomas die beiden Tage wiederum gespickt mit Höhepunkten zuhauf. Auch diesmal schien es im Vorfeld so, als ob der Wettergott nicht unbedingt ein Freund der Stüsslinger Männerriegler sei. Doch um es gleich vorweg zu sagen, das Wetter an diesen beiden Tagen war traumhaft schön.

Nach einer kurzweiligen Fahrt via Olten, Bern, Visp erreichten wir gegen 9:30 Uhr Sion, um uns von dort mit dem Postauto auf 2365 m, zu unserem ersten Zielpunkt, dem Lac des Dix mit seiner imposanten Staumauer chauffieren zu lassen. Diese Gewichtsstaumauer ist die weltweit höchste ihrer Art. Der Lac des Dix kann aber auch noch mit weiteren imposanten Daten aufwarten, etwa mit dem Fassungsvermögen von 400 Millionen m3, einer Tiefe von bis zu 227 m oder einem Staumauergewicht von 15 Millionen Tonnen. Nachdem sich alle dem Wetter entsprechend umgezogen hatten, nahmen wir die erste Etappe in Angriff. Es war eine „leichte“ Wanderung über 5 km dem See entlang, gerade richtig zum Ein- / Warmlaufen.

Nach einem stärkenden Mittagessen aus dem Rucksack und kritischen Blicken in die nun vor uns liegende Bergwelt machten wir uns auf den Weg zur Cabane des Dix. Die SAC-Hütte liegt auf 2’928 MüM, das heisst, wir hatten eine Höhendifferenz von 600 m zu überwinden. Für die angenommene Aufstiegszeit von 2 ½ Stunden versprach das doch eine Menge Schweisstropfen. Schon bald hatten wir die ersten 100 Höhenmeter hinter uns und der Lac des Dix wurde immer kleiner. Waren die Gespräche der Männerriegler anfangs noch rege und laut, so wurde es mit der Zeit immer stiller und die pfeifenden Lungen konkurrierten mit den Warnpfiffen der zahlreichen Murmeltiere. Nach etlichen Zwischenhalten war es dann soweit, die Cabane des Dix lag vor uns. Nachdem das obligatorische Gruppenphoto auf dem Tete Noir auf beinahe 3’000 m geschossen war, eilte jeder die kurze Strecke zur Hütte hinab, nicht nur des wohlverdienten Bieres oder Weins wegen, sonder auch wegen der nun doch spürbar frischeren Temperatur.

Während die einen in der warmen Stube einen Jass klopften, genossen die anderen die letzten wärmenden Sonnenstrahlen, ein Glas Wein und den Blick in die umliegenden Berge auf der Terrasse.

Nach einem reichhaltigen Abendessen (Suppe, Salat, Schinken mit Reis und einer feinen Sauce, Dessert mit Williams) sowie einem vorab vom Hüttenwart offerierten Gläschen Weisswein, nahm der Abend – begleitet von ein paar wenigen! Getränken – um 22 Uhr ein abruptes Ende. Lichterlöschen war angesagt, die ersten Bergsteiger (nicht Männerriegler) wollten ja um 3 Uhr in der Früh bereits los. Es war dann auch rasch „Ruhe im Stall“, verständlich, nach dem anstrengenden Aufstieg.

Am anderen Morgen – nach einer Katzenwäsche – das W asser war aufgrund der tiefen Temperaturen gefroren -, und nach einem guten Frühstück hiess es wieder „Rucksack auf, Stöcke eingestellt“ und ab auf die Piste. Will heissen, der Weg über den Gletscher Glacier de Cheilon und über den Col de Riedmatten ( 2919 m ) als Höhepunkt des zweiten Tages begann. Wer meinte, Gletscherwandern sei weniger beschwerlich als ein Bergaufstieg, sah sich nach 2 Stunden eines Besseren belehrt. Teilweise nahm man die Männerriegler nur noch in gebückter Haltung wahr, so steil war der Aufstieg nach der Gletscher-Überquerung. Die ganz Mutigen nahmen den Weg in die Höhe über die 87 Stufen der in der Wand eingelassenen Eisenleiter des Pas de Chèvres ( 2855 m ), das Herzklopfen soll jeder von jedem gehört haben. Ein besonderes Herzklopfen bescherte eine Steinbockherde einem Männerriegler. Als die Herde oberhalb von ihm einen Hang traversierte löste sie eine kleinere Steinlawine aus. Der Zuruf eines Kameraden kam gerade rechtzeitig um Schlimmeres zu verhüten.

Der Abstieg nach Arolla sollte noch einmal zu einer Bewährungsprobe für die Muskulatur des Bewegungsapparates werden. Der Schreibende mag sich kaum an solch schweigsame Streckenabschnitte erinnern. Dank einer auf die aktuelle Situation der Männerriegler ausgerichteten Pausenplanung erreichten wir müde und stolz über das Geleistete unser Ziel Arolla gegen Mittag. Das Aufatmen aller war spürbar.

Nach einem stärkenden Umtrunk brachte uns der gecharterte Bus talwärts nach Sierre zum Lac de Géronde. Im Garten einer kleinen Italiener-Beiz genossen wir die verbleibenden Stunden bis zur Abfahrt bei einem leckeren Essen und einigen Flaschen Wein.

Die kurzweilige Heimfahrt gab Gelegenheit, die vergangenen zwei Tage noch einmal Revue passieren zu lassen. Alle Teilnehmer waren sich einig, daß diese Männerriegen-Reise die obere Grenze der physischen Leistung angestossen hat. Alles in allem waren die beiden Tage ein Erlebnis der besonderen Art.

Der Präsident Martin Eng dankte Thomas von Arx denn auch im Namen aller teilnehmenden Kameraden beim Abschiedstrunk im Restaurant JURA für die Organisation dieser aussergewöhnlichen Reise, die sicher auch wieder lange ein Gesprächsthema der Stüsslinger Männerriegler sein wird.

Männerriege Stüsslingen auf rasanter Tour im Engadin

28 Okt
28. Oktober 2007

Am Freitag, 17. August 2007, trafen sich 21 Stüsslinger Männerriegler zur 3-tägigen Reise ins Engadin. Unser Tourenleiter, Thomas von Arx, hatte eine vielversprechende Tour zusammengestellt.

Du findest den Bericht nachstehend in ungereimter, und am Ende in gereimter Form. Viel Spass beim Lesen.

Da wir uns bereits um halb sechs in der Früh zur Abfahrt einfinden mussten, verlief denn auch die Fahrt bis St. Moritz in eher ungewohnt ruhigem Rahmen.

Der Wettergott meinte es nicht sonderlich gut mit uns sondern zeigte uns sein wolkenverhangenes und regnerisches Gesicht. Die tags zuvor beschlossene Schlechtwettervariante war in diesem Fall keine wirklich gute, das ganze Engadin war „zu“. Wir beschlossen , bis zur Corvatsch-Mittelstation zu fahren um dann die Lage neu zu analysieren. Vorgesehen war, bis zur Forcla Surlej zu wandern und von dort, nach einem Mittagessen, ins Val Rosegg hinabzusteigen.

Im Restaurant der Corvatsch-Mittelstation trafen wir auf die beiden Serviertöchter des Restaurants der Forcla Surlej, welche von ihrer Chefin – mangels Touristen – frei bekommen hatten und auf dem Weg nach Pontresina waren. Eine telefonische Kontaktnahme mit dem Restaurant war nicht möglich (Gewitter). Dennoch verpackten wir uns in Regenbekleidung und marschierten los. Bei unserer Ankunft stellten wir fest, dass die Kommunikation doch noch irgendwie geklappt haben musste, jedenfalls wartete genügend Bündner Gerstensuppe mit Wurst auf uns.

Frisch gestärkt machten wir uns dann an den steilen Abstieg hinunter ins Val Rosegg. Nach rund 2 Stunden, mit schlotternden Beinen, erreichten wir unser Ziel. Jetzt hiess es noch, den Weg nach Pontresina unter die Hufe zu nehmen. Eine kurze Rast, dann verteilten wir uns auf 2 Kutschen und liessen uns in gemächlichem Tempo ins Tal hinab kutschieren.
Die letzte Strecke zu unserem Tagesziel, dem Bernina Hospiz, legten wir mit dem Bernina-Express zurück. Nach dem Zimmerbezug und der Körperpflege genossen wir – neben einem guten Tropfen – ein ausgezeichnetes Nachtessen. Danach wurde gejasst oder eifrig diskutiert.

Ob die Diskussionsinhalte der Grund waren, dass ein Kamerad bei der Suche nach seinem Zimmer Probleme bekundete, ist nicht bekannt.

Am anderen Morgen, nach dem Frühstück, schien der Wettergott gnädiger gestimmt zu sein, zumindest regnete es nicht und bei der hin und wieder kurz auftauchenden Sonne konnte man die Schönheit der Landschaft erahnen. Nun stand der Höhepunkt der Reise bevor. Es galt, Velohelm und Bike zu fassen. Im Gegenzug verluden wir unsere Rucksäcke auf den Bike-Transporter mit der Hoffnung, dass wir sie am Abend in unserer Unterkunft wiedersehen würden.

Thomas hatte in der Reisebeschreibung von einer „gemütlichen“ Abfahrt geschrieben, doch wie realisiert man dies, wenn es immer nur ziemlich steil bergab, Richtung Tirano geht?

Gut, zählen wir die gemachten Beizlihalte und das reichhaltige und gute Mittagessen hinzu, stimmt inbezug auf die Zeit wieder alles. Jedenfalls erreichten wir unser Ziel Tirano ohne Unfall. Nachdem wir unsere Bike wieder auf den zwischenzeitlich eingetroffenen Transporter verladen hatten, ging’s mit dem Bernina-Express wieder zurück in die Schweiz nach Le Prese. Dort verbrachten wir unseren letzten Abend, der ebenfalls wieder durch ein ausgezeichnetes 4-Gang-Menue gekrönt wurde.

Am Sonntagmorgen erlebten wir die Fahrt von Le Prese nach Pontresina in einem Erstklass-Panorama-Wagen des Bernina-Express (Dank einer Falschbuchung der Rhätischen Bahnen!).

Das eher sommerliche Wetter bescherte uns eine grandiose Fahrt durch eine abwechslungs-reiche Landschaft. Nach einem kurzen Umstieg erreichten wir Muottas Muragl Station um uns von dort mit der Standseilbahn auf Muottas Muragl hinauffahren zu lassen. Dort liess uns der Wettergott auf unserer Wanderung zur Alp Languard wieder all seine Launen spüren. Strahlendem Sonnenschein folgte innert kürzester Zeit eine Nebelwand. Dann begann es unvermittelt zu schütten, so dass wir kaum Zeit fanden, unsere Regenbekleidung hervorzunehmen, geschweige denn, anzuziehen. Dennoch, gegen 15:00 Uhr erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt Pontresina.

Die Rückfahrt nach Stüsslingen verlief – ähnlich wie die Hinfahrt am Freitag – in eher ruhigem Rahmen. Erwähnenswert ist noch, dass die Bergschuhe eines Kameraden gleich am ersten Tag derart protestierten, so dass sich die Unterteile von den Oberteilen lossagten und er die ganze Zeit mit vorne offenen Schuhen umherlaufen musste. Die entsprechenden Kommentare seitens seiner Kameraden und auch verschiedener Touristen sorgten für manchen Lacher.

Der Präsident dankte Thomas von Arx auch im Namen aller Kameraden für die Organisation dieser aussergewöhnlichen Reise, die sicher noch lange ein Gesprächsthema der Stüsslinger Männerriegler sein wird.

Männerriege Stüsslingen unterwegs im Engadin

Stüsslingens Männerriegler, 21 an  der Zahl,
machten sich auf am Freitag ins Engadiner Tal.
Forcla Surlej war unser erstes Ziel,
Thomas ganzes Programm versprach uns sehr viel.

Alle kamen, mehr oder weniger fit,
nur Petrus war Spielverderber, er spielte nicht mit.
Wir nahmen uns vor, dem Wetter zu trotzen,
trotzdem – oder dennoch – es war manchmal einfach zum kotzen.

Auf der Forcla Surlej, von den Serviertöchtern verlassen,
gab’s Bündner Gerstensuppe mit Wurst in Suppentassen.
Der folgende Abstieg war steinig, mancher Fuss wurde geschunden,
aber was soll’s, Bier heilt – wie bekannt – ja fast alle Wunden.

Vom Rosegg-Gletscher ging’s mit Pferdekutschen und manch lautem Hüaho,
via Pontresina und Bernina-Express hoch ins Bernina Hospizio.
Nach gutem Essen, viel Bier, Wein und einem Jass,
machte einem Kameraden frühmorgens das Zimmersuchen viel Spass.

Am anderen Morgen hiess es „Velo fassen“,
dann ging’s bergab – es hiess „gemütlich“, aber manche konnten’s nicht lassen -
bis nach Tirano in Italia, dort empfing uns herrlicher Sonnenschein
es ging ohne Unfall, Mensch, hatten wir Schwein.

Zurück nach Le Prese, wieder gut Essen, Bier, Wein und Kaffee
litt der ein oder andre am folgenden Tag an Magen- /Kopfweh.
Was soll’s, dieser Tag musste noch erlebt und überstanden sein
und das gelang, mit Nebel, Regen und Sonnenschein.

Das Sonntags-Ziel hiess Muottas Muragel
vom Wetter gab’s – wie gesagt – alles, ausser Schnee, Blitz und Hagel.
Nun tun uns allen die Füsse weh,
nur nicht dem Aldo, aber der sagt seinen Schuhen ade.
Sie hielten tapfer durch die ganzen 3 Tage
und das ist ein Wunder, ganz ohne Frage.

So langsam geht nun die Reise zuende,
doch jetzt kommt noch Arbeit für eure Hände.
Gebt alle dem Thomas als Dank einen grossen Applaus,
ich habe fertig, Ende und aus.

Stüsslingen,19.08.07, HB

Siehe auch die Bilder in der Galery.

Turnerreise 2005

20 Okt
20. Oktober 2005

Samstag:
Wir besammelten uns am Samstag, den 24.9.2005 um 7:15h beim Rest. Jura. Da es für einige Jungs eine sehr kurze Nacht war, wunderte sich niemand, dass gleich zwei Turner den Bus nach Olten verpassten. In Olten sammelten wir dann auch die letzten Turner ein und so machten wir uns dann mit einer Gruppe von 11 Turnern auf den Weg nach Biel. Dort angekommen knurrte schon den ersten der Magen und wir gönnten uns vorerst einen Kaffee mit Gipfeli.

Gestärkt machten wir uns dann auf den vorgesehenen Weg über Magglingen auf den Twannberg. Der Aufstieg war anstrengend, sodass es einige fast nicht erwarten konnten, endlich oben anzukommen und die wohlverdiente Mittagspause zu machen. Bevor wir allerdings unser mitgebrachtes Essen bräteln durften, gab es einen kleinen Apéro, mit Weisswein und Chips. Dazu durften wir nun auch unseren Oberturner begrüssen.

Nachdem alle Turner zu Mittag gegessen hatten, wanderten wir gestärkt wieder weiter nach Twann. Auf dem Weg dorthin durchquerten wir die interessante aber ruhige Twannschlucht. In Twann wartete schon unser Schiff, welches uns nach Biel zurück brachte. Dort bezogen wir in der Lago Lodge unsere Unterkunft und wir konnten uns für die Führung durch die Bierbrauerei bereit machen.

Um 18:00h startete dann die interessante Führung durch die Seetal – Brauerei. Es wurde auch ein Apéro mit Bier à Discrésion serviert. Gegen Schluss der Führung traf auch noch unser Präsident ein und so waren wir endlich komplett. Nachdem wir viele Eindrücke und neues Wissen über die Herstellung von Bier gesammelt und die verschiedenen Sorten des Seetal – Bräu kennen gelernt hatten wurden wir mit einem feinen Nachtessen verwöhnt.

Nach dem Essen und noch einer Zusatzportion des Wirten machten wir uns auf ins Bieler Night-Live. Wie wir so durch die Strassen schlenderten und uns die diversen Bars anschauten, machte Röli plötzlich eine sehr unangenehme und schmerzhafte Bekanntschaft mit einer Strassenlaterne. Wohl oder übel mussten wir in der nächsten Bar eine kurze Pause einlegen damit er sich verarzten konnte. Danach ging unsere Entdeckungsreise weiter und wir gingen auf dem „direktesten Weg“ in die uns empfohlene Disco. Endlich dort angekommen feierten wir noch bis in die frühen Morgenstunden und gingen anschliessend in unsere Unterkunft zurück, wo sich alle ganz still schlafen legten, um die Anderen möglichst nicht zu wecken.

Sonntag:
Am Sonntagmorgen hiess es wieder früh aufstehen, da um 9:00h unser Segel -Törn auf dem Programm stand. Einigen sah man noch sehr gut an, dass sie nur kurz das Nachtlager benützt hatten, doch nach dem Morgenessen ging es wieder los. Wir liefen zu unseren Segelbooten und bekamen vor Ort von unseren Lehrern die ersten Infos zum Segeln. Mit den ersten Grundinfos wurde dann schon bald im Wasser gestartet.

Wir hatten schönes Wetter, doch leider hatte es an diesem Tag nicht sehr viel Wind. Mit dieser Flaute kamen wir nur langsam voran. Aus diesem Grund hatten wir aber genügend Zeit die verschiedensten Manöver auszuprobieren wie z.b. Mann über Board oder die verschiedenen Wendemanöver.

Die Zeit verging wie im Flug und so legten wir am Ufer an um das Mittag ein zu nehmen. Als wir anlegten bemerkten wir, dass Mätthu seekrank geworden war. Vielleicht war das noch eine Nachwehe des Vorabends. Nachdem alle wieder gestärkt waren, und Mätthu sich wohl fühlte, legten wir wieder ab. Mit Hilfe des Motors fuhren wir auf den See hinaus. Doch da jetzt gar kein Wind mehr wehte kamen wir überhaupt nicht vom Fleck. Wir banden nun zwei Boote aneinander und einige liessen es sich nicht nehmen und sprangen ins kalte Wasser.

Plötzlich kam dann unerwartet noch etwas Wind auf und wir entschlossen uns eine kleine Regatta zu machen. Das Ziel war das etwas weiter entfernte Boot des Team Old Boy. So starten Team Henniez1 und Team Fisherman’s Friends. Schon kurze Zeit später hatte Team Fisherman’s Friends einen gewaltigen Vorsprung den sie ohne Probleme ins Ziel brachten und so den Sieg davon trugen. Viel zu schnell verging die Zeit und wir mussten schon den Hafen anfahren. Wir verabschiedeten uns von den Guides und bedankten uns für die gewonnen Kenntnisse.

In der Hafen-Bar genehmigten wir uns noch einen Abschlussschluck und machten uns dann auf den Heimweg. Obwohl es leider nicht viel Wind hatte, worüber vielleicht der eine oder andere auch froh war, konnten wir zwei herrliche Tage verbringen. Müde und geschafft kehrten wir nach Hause. Es bleiben uns die vielen schönen Eindrücke und wir sind auch um Erfahrungen reicher.

Männerriege Stüsslingen unterwegs im Wallis

25 Aug
25. August 2005

Am Samstag, 20. August 2005, konnte unser Reiseleiter, Thomas von Arx, 15 Mitglieder der Männeriege Stüsslingen frühmorgens zum diesjährigen Ausflug begrüssen. Ziel hätte die Cabane des Dix sein sollen, doch machte uns der Wettergott einen Strich durch die Rechnung. Die Wetterprognosen verhiessen nichts Gutes und da unser Ziel doch immerhin auf beinahe 3’000 MüM lag, musste Thomas kurzfristig eine Alternative organisieren. Seine guten Geschäftsbeziehungen zu einem Weinbauern hatten dann auch Erfolg und so bereitete er uns „schonend“ darauf vor, dass wir kulinarisch für die entgangenen Wanderfreuden entschädigt würden.

Nach einer beinahe 3-stündigen Bahnfahrt ereichten wir Sion und machten uns der Rhone entlang auf den Weg nach St. Leonard. Klar, war das Wetter während der etwas mehr als 1-stündigen Wanderung nicht unbedingt ein Indiz für die Richtigkeit der Absage. Die Sonne schien ganz schön und manch entsprechender Kommentar war denn auch zu hören.

In St. Leonard wurde der Mittagshalt eingeschaltet und rasch vergingen das Durst- und das Hungergefühl. Hin und wieder zeigte ein Blick auf das (fallende) Barometer, dass der Entscheid, die Cabane des Dix nicht anzulaufen, wohl doch richtig war.

Gut gestärkt machten wir uns dann auf den Weg, den Lac Souterrain zu erkunden. Eine kurzweilige Bootsfahrt auf dem unterirdischen See zeigte auf, wie vielfältig die Natur sein kann. Nach der Bootsfahrt – wieder am Tageslicht – zeigte der Blick zum Himmel (nebelverhangene Berge und Regen) endgültig, dass Thomas Entscheid richtig war.

Unser nächstes Ziel war das Weingut von Louis-Bernard Emery. Nach verschiedenen Weinproben liessen wir uns ein schmackhaftes Walliser Raclette, zubereitet auf einem gasbetriebenen Raclette-Ofen, schmecken. Bemerkenswert war, dass die einzelnen Stationen unseres Aufenthalts immer wieder in neuen Grotti stattfanden. Hier öffnete sich eine Felsplatte als Ausgang, dort wurde ein Schrank zu Seite geschoben und gab den Zugang zu einem weiteren Raum frei.

Allzuschnell verging die Zeit und schon hiess es: Zugsabfahrt ist um 21:07 Uhr. Via Sion, Brig, Bern und Olten gelangten wir wieder nach Stüsslingen. Gegen 01:00 Uhr in der Früh des Sonntags nahm ein gelungener und interessanter Ausflug der Männerriege Stüsslingen sein Ende. Der Ausflug zur Cabane des Dix wird kurzfristig bei schönem Wetter nachgeholt.

Ein paar Fotos der Reise findest Du wie immer in der STVS Gallery

Bilder der Vereinsreise 2003

28 Sep
28. September 2003

Der Turnverein vergnuegte sich an diesem Weekend auf der Vereinsreise.
Die aktuellsten Bilder hat es wie immer in der Gallery!

Männerriege Vereinsreise 1999

15 Okt
15. Oktober 1999

Als eindrücklichliches Erlebnis wird allen, die dabei waren, die diesjährige Turnfahrt der Männnerriege Stüsslingen in Erinnerung bleiben. Während zweier Tage weilten die 16 marschtüchtigen Turner aus dem Niederamt im Wallis, genauer: im Gebiet des Grossen Aletschgletschers.Ausgangspunkt am ersten Tag war das Eggishorn, ob Fiesch, mit 2927 Metern, auch gleich der höchste Punkt auf der ganzen Tour. Bei prächtigem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen führte der erste Teil der Wanderung dem Aletschgletscher abgewandt, oberhalb der Fiescher-, Bettmer- und Riederalp vorbei über das Bettmerhorn zur Riederfurka; ein Gebiet, das viele vom Skifahren her kennen, das sich aber auch in den Sommermonaten in einer reizvollen Atmosphäre präsentiert. Dass dieser Abschnitt der Wanderung nicht einfach zum leichten Einlaufen vor dem happigen zweiten Teil wurde, war darauf zurückzuführen, dass nicht nur breite Wanderwege, sondern teils auch steile Passagen und unwegsames Gelände ausserhalb der Normalroute gewählt wurden. Jedenfalls waren alle froh, am späteren Nachmittag die Riederfurka heil erreicht zu haben und sich am Rande des Aletschwaldes von den ersten Anstrengungen erholen zu können. Bei gutem Essen, fröhlichem Gesang und einer lockeren Stimmung ging der Abend allzuschnell vorbei. Mehr oder weniger ausgeruht ging‘s anderntags schon früh am Morgen los. Zur Gruppe gesellte sich jetzt eine sehr wichtige Persönlichkeit, ein Bergführer aus der Region, der die unternehmungslustigen Niederämter während des ganzen Tages anführte, genau bestimmte wo‘s langgeht, den Rhythmus angab und die Ruhepausen im richtigen Moment ansetzte. Im Abstieg durch den Aletschwald wurde den Stüsslinger Männerrieglern zunächst die Schönheiten dieses Naturreservats bewusst. Zeugen aus vergangenen geologischen Zeitabschnitten fielen ebenso auf, wie die verknorzten, hunderte von Jahren alten Arven und die Wildtiere, die sich an diesem schönen Sonntagmorgen in unmittelbarer Nähe des Wanderweges aufhielten. Dann erfolgte, auf das sich alle mit Ehrfurcht und einem krippeligen Gefühl eingestellt hatten: die Überquerung des Aletschgletschers. Seiten- und Mittelmoräne mit Geröll und Kies jeglicher Grösse wechselten ab mit blankem Eis, flankiert von mächtigen Eistürmen. Beeindruckend für alle dieser rund einstündige Abschied von jeglicher Vegetation und das Eintauchen in eine fremde, arktische Welt. Den Ausstieg vollzogen und den Glescher hinter sich gelassen, erfolgte nun die “Pièce de Résistance”, der ruppige Aufstieg zur Belalp, das Ziel der Wanderung. Die wundervolle Landschaft und der Blick auf den imposanten Aletschgletscher hinunter, konnten bei der hoch am Himmel brennenden Sonne das unanhaltende Triefen der Schweissperlen nicht verhindern. Dann, nach sechs Stunden reiner Marschzeit war‘s aber endlich geschafft, das erste Berggasthaus auf der Belalp erreicht. Das Glücksgefühl und auch ein bisschen Stolz, ob der vollbrachten Tat, überwogen und entschädigten für manche der Strapazen. Eine aussergewöhnliche Turnfahrt für die Männerriege Stüsslingen ging zu Ende. dy

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